Auf den ersten Blick scheinen die Inuit-Skulpturen relativ homogen zu sein. Tatsächlich aber sind ihre Themen und Stilformen ausgesprochen variabel. Das erklärt sich daher, dass die ca. 30'000 Inuit weit über die kanadische Arktis verstreut sind, so dass jede der etwa 30 ‘Künstlersiedlungen’ ihre Lieblingsthemen und ihren eigenen deutlich erkennbaren Stil entwickelt hat. Die arktische Tierwelt sowie traditionelle Jagd- und Familienszenen aus dem Leben der Inuit sind nach wie vor populäre Themen, aber auch Geister sowie mythologische und schamanische Motive kommen häufig vor. Die Stilformen reichen von naturnaher Nachahmung oder dekorativer Stilisierung bis hin zur Minimalbearbeitung des Steins, bzw. von Abstraktion und von kraftvoller Ausdruckskunst bis zum spielerischen Surrealismus. Der persönliche Stil der einzelnen Inuit-Künstler lässt sich bei genauerem Hinschauen leicht erkennen.